Helmut Brandt

7.1.1931 - 26.7.2001

Eine der Jazz-Legenden Deutschlands erhielt im Frühjahr 2000 das Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk: der Berliner Musiker, Komponist und Arrangeur HELMUT BRANDT.

In amerikanischen Jazzclubs der Nachkriegszeit fiel der begabte Saxophonist auf, und gewann schnell mit seiner Helmut Brandt-Combo an großer Popularität. Es folgten zahlreiche Plattenaufnahmen, Ehrungen bei Jazz-Festivals und Begegnungen mit vielen nationalen und internationalen Jazzgrößen (u.a. Miles Davis, Lester Young, Albert Mangelsdorff).

Die Helmut Brandt-Combo war wohl die führende Jazzformation der 50iger Jahre in Deutschland. Ende der 50iger Jahre ging Helmut Brandt zur RIAS-Bigband, der er 37 Jahre als Musiker und gefragter Arrangeur angehörte. 1974 gründete er sein Mainstream Orchestra, das seitdem eine Institution der Berliner Jazzszene darstellte. Die ausgefeilten Kompositionen und Arrangements von Helmut Brandt (moderner Mainstream im allgemeinen und Cool Jazz im besonderen) und die außergewöhnliche Besetzung (Baritonsaxophon, 2 Flügelhörner, Posaune, Gitarre, Bass und Drums) machten jeden Auftritt dieser excellenten Jazz-Formation zu einem Erlebnis.

Als Höhepunkt seines Schaffens gilt die SYMPHONISCHE DICHTUNG FÜR BIGBAND UND SYMPHONIEORCHESTER (Uraufführung 1998). Diese grossartige Sinfonie verbindet E-und U-Musik in vollendeter Weise und ist ein Meilenstein deutscher Musikkultur des neuen Jahrtausends.

Am 26. 7. 2001 starb Helmut Brandt im Alter von 70 Jahren in Stuttgart völlig unerwartet an Herzversagen.