Niko Schäuble -"White Snow - Red Earth"

featuring ARTHUR BLYTHE * ENRICO RAVA * PAUL GRABOWSKY * CHRIS BEKKER *
STEPHEN MAGNUSSON * IAN CHAPLIN * STEVE HOPE * SIMON KENT
KatalogNr.: BIT BIT 11346

Der vielseitige Komponist, Jazz-Musiker und Musikproduzent Niko Schäuble, in Deutschland geboren und vor Jahren in Australien seine neue Heimat gefunden, präsentiert auf dieser CD diverse multikulturelle Projekte der letzten 10 Jahre u.a. mit Jazz-Größen wie Arthur Blythe, Enrico Rava und den legendären australischen Bands "Tibetan Dixie" und "Papa Carlo".

Der Weltenbummler Niko Schäuble, ein Pendler zwischen Kontinenten ("White Snow" steht für das eher kühle Europa und "Red Earth" für das sonnige, durch die rote Erde geprägte Australien), tummelt sich in seinen Kompositionen in den Welten zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik. Die originellen und ausgefeilten Kompositionen spiegeln diese Komplexität und Weiträumigkeit verschiedener Kulturen und Sichtweisen mit unbändiger Lebensfreude wider.

Niko Schäuble ist Preisträger vieler internationaler Musikwettbewerbe in Australien, den USA und Europa (u.a. Julius Hemphill Awards /New York, Wild Screen Festival /Bristol, Reinl-Wettbewerb / Österreich, National Jazz Awards /Australien). Internationale TV-und Kinoproduktionen von ABC und BBC (u.a. "Noah's Arc", "Zoo Tails", "Traces","Stingers") tragen Niko Schäubles unverwechselbare musikalische Handschrift. Big Bands, Orchester und Kammermusikensembles - vom weltbekannten Australian Art Orchestra bis zum Berliner Saxophon Quartett - haben immer einen "Niko Schäuble" in ihrem Notenkoffer. Es hat sich eben rumgesprochen, das anspruchsvolle Musik auch populär sein kann. Der Applaus beweist es! .

Pressestimmen:

Niko Schäuble: White Snow - Red Earth
Der Drummer, Komponist und Produzent Niko Schäuble wurde in Deutschland geboren, lebt aber seit vielen Jahren in Australien. "White Snow - Red Earth", der Name seiner neuesten CD, steht für diesen Gegensatz: Das eher kühle Deutschland und das sonnige, durch Roterden geprägte Australien.

Doch Niko Schäuble ist nicht nur Pendler zwischen diesen beiden Welten, vielmehr ist er mit vielen Kulturen vertraut. Musikalisch bewegt er sich zwischen diesen verschiedenen Welten und zwischen dem Jazz und zeitgenössischer Musik. Und so hat er diese CD auch nicht mit einer einzigen Band eingespielt, sondern sie ist das Ergebnis mehrerer Sessions der letzten 10 Jahre.

Mitgewirkt haben haben Größen des Jazz, wie Arthur Blythe oder Enrico Rava, er spielt Drumsolo (a personal statement) oder in größerer Besetzung, Rhythmusgruppe + Bläser. Doch trotz der unterschiedlichen Besetzungen wirkt alles wie aus einem Guss, geschickt setzt er interludes ein, die die einzelnen Einspielungen miteinander verbinden. Und so ist Niko Schäuble mit "White Snow - Red Earth" eine CD gelungen, die sich so leicht in kein Schema pressen lässt. Und das ist auch gut so, hier gibt´s noch was zu entdecken.
Stephan Holler, jazz4you

Niko Schäuble: White Snow - Red Earth
Niko Schäuble ist Schlagzeuger, er ist in Deutschland geboren, wurde aber auch in Australien heimisch. Der CD-Titel ist denn auch vor diesem Hintergrund zu sehen: "White Snow" soll für Europa stehen, "Red Earth" für die rote Erde seiner zweiten Heimat. Die CD umfasst 20 Kompositionen, die alle von Schäuble geschrieben und über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt aufgenommen wurden. [...]

Immer wieder eingeblendet in den Ablauf der CD wurden sechs kurze Stücke für Drum-Solo – Schäuble nannte sie "Interludes" und "Statements", mit denen er Erweiterungen des Schlagzeugausdrucks vorstellen wollte. [...] Im Jahr 2000 folgten fünf weitere Titel [...] wie "Nachtflug" oder "Night in Tuscanny", wobei hier das durchdachte und überaus neveauvolle Klavierspiel Paul Grabowskis hervorzuheben ist.

Bei einigen Stücken kam die bei Jazzmusikern gar nicht so selten anzutreffende ironisch gemeinte Antinomie, die kurzzeitige Irreführung des Hörers, zum Ausdruck, so bei "Manhattan", wo man kaum Ruhe erwartet hätte, sondern vielmehr bewegten musikalischen Ausdruck, und das noch mehr bei "Chain gang", [...] Hier ist als Gast Enrico Rava zu hören, der im Stil von Miles Davis seine Trompete bläst.

[...] Ob diese Fahrt nun in Richtung Australien geht oder umgekehrt in Richtung Europa – musikalische Unterschiede sind hier wie auf der ganzen CD kaum auszumachen: dafür sind sich Europa und Australien als westliche Gesellschaften [...] sowohl kulturell als auch ökonomisch zu ähnlich, und das gilt dann auch für den musikalischen Ausdruck.
Horst-Dieter Stiefelmeyer, Jazz Podium 2-05