Niko Schäuble - "Es Geht!"

Niko Schäuble (dr), Christof Griese (t-sax, saxello, fl), Christian Kappe (tp, flhn), Adrian Sherriff (b-tb, shakuhachi), Burkhard Jasper (p), Horst Nonnenmacher (b)
KatalogNr.: BIT 11546

Cover: Es Geht!Niko Schäuble - "Es Geht!" ( Detailansicht: Vorderseite | Rückseite )

Im Juli 2009 wurden im rbb unter der Leitung des australischen Jazz-Musikers Niko Schäuble komplex arrangierte Kompositionen eingespielt und aufgenommen in einer außergewöhnlichen Besetzung. Nicht umsonst heißt der Titel der CD "ES GEHT!".

Brilliant und risikofreudig interpretieren die aus Berlin, Münster und Melbourne stammenden Musiker mit Niko Schäuble - Drums, Christof Griese - Tenor Saxophone, Saxello und Alto Flute, Christian Kappe - Trumpet und Flugelhorn, Adrian Sherriff - Bass Trombone und Shakuhachi, Burkhard Jasper - Piano und Horst Nonnenmacher - Bass ihre individuelle Klasse.

Starken Einfluss hat nicht zuletzt die in Australien erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Niko Schäuble und Adrian Sherriff, garantieren sie doch im Zusammenspiel multikulturelle Klangfarben, Grooves sowie lebendige Improvisationen.

Nach einem Auftritt im Westfälischen wurden sie durch die dortige Presse im Juli 2009 gefeiert als... "Eine Kombination von Spieldiszipilin, Improvisationsfreude und technischer Vollkommenheit, einfach grandios"...

Und genau diese Disziplin aller Beteiligten ist es, die sie sowohl in ihren vorliegenden Kompositionen wie auch in ihrem alltäglichen Schaffen und Wirken auszeichnet und sie etabliert hat. Sie schaffen es, konzentriert ein Produkt zu erstellen und uns die Leidenschaft ihrer Musikalität fühlen zu lassen, egal, von wo sie angereist sind. Dieses musikalische Feuerwerk konnte sich in Berlin entladen und ist Dank der zuverlässigen Zusammenarbeit mit Ulf Drechsel vom rbb auch wieder ein gelungenes Projekt der Superlative geworden.

Sämtliche Komponisten haben sich bei der Aufnahme selbst so mit eingebracht, dass Klasse und Individualität brillieren können.

Produzenten: Kulturradio des rbb, Ulf Drechsel / BIT-Musikverlag
Kompositionen: Niko Schäuble, Christof Griese, Burkhard Jasper, Adrian Sherriff
Cover/Fotos: Biasio Design / Jörg Riemer
Vertrieb: POOL MUSIC & MEDIA SERVICE GmbH

Weitere Informationen: www.nikoschauble-esgeht.com

Pressestimmen:

Niko Schäuble - "Es Geht!" (BIT 11546)

Eine Band, die sich aus deutschen und australischen Musikern rekrutiert, in Westfalen probt und in Berlin aufnimmt, bräuchte eigentlich keinen Rennwagen, sondern ein Flugzeug. Zwar ist der Rennwagen, der das Cover ziert, auch nur Spielzeug – aber hier wird ja schließlich gespielt. Und aller logistischen Probleme zum Trotz ist die Truppe der Meinung: "Es geht!".

Schäuble, der seit zwei Dekaden in Melbourne angesiedelte Wahlaustralier, gesellte um sich seine sonst als "Niko Schäuble Quintett" firmierenden Musiker. Die tiefen Töne steuert Horst Nonnenmachers Kontrabass bei, in Konkurrenz zur Bassposaune von Adrian Sherriff (ebenfalls Australien), der ansonsten die japanische Shakuhachi-Flöte erklingen lässt. Grundsolide bedient Burkhard Jasper das Piano, während die hohen Töne der Trompete von Christian Kappe vorbehalten sind. Christof Griese, der Unentwegte aus der Berliner Szene, erweitert das Quintett zum Sextett und fügt zum Soundspektrum neben dem Tenorsax seine Altflöte und das weniger geläufige Saxello hinzu.

Nach getragenem Auftakt mit "Endless Dreams" (Jasper), bei dem sich Griese und Kappe im Dialog verweben, folgt mit "Bumpy" (Schäuble) eine dem Titel entsprechend fetzige Nummer, die diesmal Adrian Sherriff an der Posaune featured. Recht eigenwillig zeigt sich das namensgebende "Es geht!", eher melancholisch die Schäuble-Komposition "Borderline", die Jaspers Klavier ins Zentrum stellt. Dort, im Zentrum, ist abwechselnd Platz für jeden der beteiligten Musiker – wobei Schäuble als Arrangeur zudem auch weidlich Gebrauch von den Möglichkeiten dieser erweiterten Besetzung macht.

Alles in allem ist "Es geht!" ein mit merklichem Spaß umgesetztes, facettenreiches Werk – im rbb-Studio klanglich makellos festgehalten. Und wer bezweifelt, dass eine Shakuhachi im Jazz eingesetzt werden kann, dem sei "The Ferryman" ans Herz gelegt. Na also – es geht!
Frank Bongers, Jazzdimensions


Niko Schäuble - „Es geht!“
BIT 11546 / POOL MUSIC & MEDIA SERVICE GmbH

Lyrisch-verspielt, druckvoll-bläserlastig, poetisch-getragen, tänzerisch-leicht – so kommt die Musik auf „Es geht!“ daher. Dies ist Niko Schäubles neuester Geniestreich, des Australiers mit Kollegenkontakten in die deutsche Hauptstadt. Und so stammen denn auch die Kompositionen folgerichtig von Schäuble selbst und von seinen Berliner und Münsteraner Musikerkollegen Christof Griese, Burkhard Jasper und dem Melbourner Adrian Sherriff. Ein deutsch-australischer Kompositionsaustausch, ein Kontinente überwindendes Projekt sozusagen.
Neben den genannten Komponisten versüßen der Trompeter Christian Kappe und Horst Nonnenmacher am Kontrabass den Sound und sorgen auch für die nötige ergänzende Würze. Produziert von dem bekannten Radiojournalisten und Producer Ulf Drechsel beim Kulturradio des rbb, stand dem Projekt gute Studiotechnik zur Seite. So ist „Es geht!“ zu einem Ohrenschmaus geworden, ausgezeichnete Instrumentenbeherrschung, kräftige und dennoch weiche Soli, dynamisches Gruppenspiel und dichte Bläsersätze: alles das macht Niko Schäubles neues Album schon jetzt zu einem zeitgenössischen Klassiker.
Carina Prange


Niko Schäuble - „Es geht!“ (BIT 11546 )

Der Schlagzeuger Nico Schäuble, der seit Jahren in Australien lebt und wirkt, ging m Juli 2009 mit dem in Berliner Jazzkreisen bestens etablierten Gespann Christof Griese, Tenorsaxophon/Saxello (eine Variante des Sopransaxophons)/Alt-Flöte, und Christian Kappe, Trompete/Flügelhorn, ins Aufnahmestudio. Aus Australien brachte Schäuble den Bass-Posaunisten Adrian Sherriff mit, mit dem er "Down Under" bereits erfolgreich zusammengarbeitet hat. Ergänzt wird die Formation durch den Pianisten Burkhard Jasper und den Bassisten Horst Nonnenmacher.

Das Sextett spielte für diese CD zwölf Titel ein, vornehmlich Kompositionen Schäubles, aber auch solche von Sherriff und Jasper, die sich in außerordentlich ideenreichen, dabei anspruchsvollen Arrangements präsentieren. Allein die Mitwirkung Grieses und Kappes lässt erfahrungsgemäß Interpretationen erwarten, die sich außerhalb allzu eingefahrener Strecken bewegen, dennoch niemals wesentliche, den Jazz prägende Elemente negieren. An den Aufnahmen der CD besticht deren beispielhafte hohe Komplexität, in erster Linie getragen vom energetischen, dabei jedoch transparenten und jeglichen Klangbrei vermeidenden Sound der drei Bläser, der auch in Slow-Tempo-Stücken wie "Endless Dream" oder "Borderline" nichts an Intensität verliert.

Das in Berlins Jazzszene häufig zu hörende Duo Christof Griese/Christian Kappe wartet mit beispielhaftem Zwischenspiel wie auch mit spannungsgeladenen Dialogen und durchdacht entwickelten Soli auf. Eine Seltenheit ist ein Musiker, der die Bass-Posaune über ganze Passagen solistisch einsetzt; Adrian Sherriff gelingt das mit ideenreich flüssigem Soiel, zudem bringt er mit seinem Tieftöner eine bereichernde Klangfarbe ins Ganze. Eine Art klanglicher Ausreißer ist "The Ferryman": Griese auf der Alt-Flöte und Sherriff auf dem japanischen Flöteninstrument Shakuhachi blasen im Zusammenspiel und wechselnd mit Dialogen und Soli lange melodische Linien, unterlegt mit leicht dahingetupftem Rhythmus. Schäuble und Nonnenmacher liefern ein dichtes, sich in wechselnden Metren bewegendes Geflecht. Burkhard Jasper ist kein Pianist, der sich spektakulär in den Vordergrund spielt; nichtsdestoweniger fügt er sich mit seinen oft recht sparsamen, auch solistischen Linien ideal ins Gesamtkonzept.

Die CD ist beispielgebend für eine völlig eigenständige, in jeder Hinsicht überzeugende Konzeption auf der Schiene zeitgenössischen Jazzschaffens, jenseits allzu häufig strapazierter Wege, jedoch - es sei wiederholt - den Jazz prägende Elemente beinhaltend, dazu auf hohem interpretatorischem Level.
Gerhard Hopfe, Jazz Podium